Das Besondere an dem Lernort in der Grindelallee 129 ist, dass er auf der einen Seite allen Besucher:innen die Möglichkeit gibt, sich – vielleicht zum ersten Mal – mit DDR-Erinnerung in Hamburg zu beschäftigen. Auf der anderen Seite gibt er Menschen mit DDR-Biografien einen besonderen Raum, um ihre Erlebnisse und Gedanken zu teilen. Sie können ihn mitgestalten und ihre persönlichen Geschichten erzählen. Das Ziel ist es, aus dem Pop-up-Konzept unter Beteiligung der Teilnehmenden einen dauerhaften Erinnerungsort zu schaffen.

Nach der Vernissage am 30. Oktober bietet der Pop-up-Lernort ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Programm zur DDR-Geschichte in Hamburg:

So gibt es zum Beispiel am 7. November mit „Ostwest(t)räume – Begegnen, Zuhören, Verstehen“ ein ganztägiges Format, bei dem Erinnerungen und Erfahrungen aus Ost und West miteinander geteilt werden. Und bei der sonntäglichen Matinee am 8. November (11 Uhr) gibt Lisa Ströer, Referentin für Erinnerungskultur im Kreis Pinneberg, im Vortrag „Ich sehe was, was du nicht siehst“ Einblicke in Kunst aus der DDR im öffentlichen Raum. Auch rund um den Jahrestag der Maueröffnung am 9. November und der Ausbürgerung Wolf Biermanns am 16. November wird es besondere Angebote geben. Formate wie Erzählcafés, Theaterstücke, Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Workshops für Schulklassen und Führungen durch die Ausstellung runden das Lernangebot ab.

Wann:
30.Oktober bis 16. November 2026,
Montag bis Freitag von 14:00–18:00 Uhr, Samstag und Sonntag 11–18 Uhr

Wo:
Grindelallee 129, 20146 Hamburg

Der Eintritt – auch zu allen Veranstaltungen – ist frei.

Eine Übersicht über das gesamte Programm findest du auf der Webseite des Lernortes.

Der Pop-up-Lernort, der durch die Hamburg Kreativ Gesellschaft gefördert wird, ist Teil des Forschungsprojekts „Tor zur Freiheit?! Ein außerschulischer Lernort zu DDR-Geschichte in Hamburg“. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Erinnerungen an SED-Diktatur und DDR-Unrecht mit der Lokalgeschichte Hamburgs verknüpft und langfristig in der Hansestadt verankert werden. Der Lernort soll es insbesondere auch jungen Menschen ermöglichen, sich mit diesen Aspekten der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen und eigene Erfahrungen zu Themen wie Flucht, Ankommen und Einleben in einer neuen Gesellschaft einzubringen.

Weitere Informationen findest du in der Pressemeldung unter https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2026/pm40.html.